März 2017: Grundsteinlegung Busterminal / Parkhaus

Einsteigen bitte!

Leipzig bekommt neben einem modernen Busbahnhof auch zwei Hotels

Es ist ein Vorzeigeprojekt, das weit über die Grenzen Leipzigs strahlen wird. Zu den harten Fakten: Ende März wird  der Grundstein für den Busbahnhof an der Brandenburger Straße gelegt. Bereits im vierten Quartal 2017 soll der Probebetrieb starten. Bis dahin entstehen elf Abfahrplätze, davon 9 in der überdachten Terminal-Halle. Außerdem werden auf dem insgesamt etwa 11.000 Quadratmeter großen Areal zwei Hotels – ein 4-Sterne-Hotel mit knapp 200 Zimmern und ein 2-Sterne-Hotel mit 336 Zimmern – sowie ein Parkhaus mit 550 Plätzen (davon 300 öffentliche; die anderen Plätze sind für Hotel- und Bahnmitarbeiter vorgesehen) gebaut. Der Baustart für die Hotels folgt dann im Sommer diesen Jahres. Investitionssumme insgesamt: etwa 65 Millionen Euro. So viel zu den harten Fakten.

„Die Außergewöhnlichkeit dieses Busterminal-Projektes liegt in den vielen Neuerungen“, sagt Dr. Ingo Seidemann vom Projektentwickler S&G Development. Als Pächter übernimmt die OPG Center-Parking GmbH das Busterminal, die auch das Parkhausbewirtschaften wird. „Wir haben für Leipzig ein komplett neues Konzept entwickelt, um eine professionelle Busterminal-Bewirtschaftung durchführen zu können“, sagt Geschäftsführer Karl-Heinz Ellinghaus. Das Unternehmen erstellte eine onlinebasierte Buchungsplattform, mit der Zeiträume für die Fahrgastaufnahme reserviert werden können. Weiterhin soll es eine App für Disponenten und Busfahrer geben, die Fahrplanänderungen wegen Verspätungen oder die Reservierung neuer Slots realisiert. Bus-Reisende können dank eines dynamischen Fahrgastinformationssystems jederzeit per Internet An- und Abfahrten abrufen, Tickets kaufen.

Auf 700 Quadratmetern bieten sich Möglichkeiten für den angenehmen Aufenthalt der Passagiere, Serviceeinrichtungen und ausgewählte Warenangebote für den Reisebedarf. „Bisher kennt man diese Infrastruktur von Flughäfen“, sagt Dirk Luthe, Geschäftsführer der 4Service GmbH. „Bisher sind die Fernbus-Stationen oft sehr weit von einem Servicegedanken entfernt.“ In Leipzig wird Abhilfe geschaffen: Innerhalb des Terminals entsteht eine gutsortierte Dienstleistungszone – mit allem, was dazu gehört. Kleine Läden, die Snacks, Zeitungen, Getränke, Souvenirs anbieten, Bistro-Angebote, einen Service-Point, Fahrrad- und Autoverleih, direkte reisenahe Dienstleistungen wie Gepäckaufbewahrung oder Lost&Found werden angeboten. Die Steuerung der Fahrgastströme, die Abfertigung der Reisenden sowie der Busse gehören ebenfalls zu den Aufgaben der Betreiber-Firma.

„Der Marktführer Flixbus richtet seine Routenplanung angesichts unseres Projektes schon sehr viel stärker auf Leipzig aus“, sagt Karl-Heinz Ellinghaus. Nicht nur die Reisenden profitieren, auch die Busfahrer bekommen ihr eigenes Gebäude. Auf ca. 100 Quadratmetern finden sie zum Beispiel Aufentaltsmöglichkeiten und einen Imbiss. „Für die Busunternehmen ist die Zweipoligkeit sehr wichtig. Zum einen müssen sich die Fahrgäste wohlfühlen, zum anderen die Busfahrer“, so Dr. Ingo Seidemann. Dazu gehören auch Serviceleistungen wie das unproblematische Auffüllen der Wassertanks und das Entleeren der Bustoiletten.

Bilder: Copyright Gerber Architekten, S&G Development Partners Objekt GmbH

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